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06.07.2017

Sanierungsarbeiten im Parkhaus: Sperrung im August

Besprachen Details der Parkhaus-Sanierung (v.li.): Stefan Graf, Leiter des Referats für Beiträge und Gebühren bei den Stadtwerken, Vorstand Friedrich Gluth, Architekt Christian Seidl und Diplom-Ingenieur (FH) Josef Hollweck, Leiter des Technik-Referats der Stadtwerke.

Besprachen Details der Parkhaus-Sanierung (v.li.): Stefan Graf, Leiter des Referats für Beiträge und Gebühren bei den Stadtwerken, Vorstand Friedrich Gluth, Architekt Christian Seidl und Diplom-Ingenieur (FH) Josef Hollweck, Leiter des Technik-Referats der Stadtwerke.

Das Parkhaus wird im August voraussichtlich drei Wochen lang komplett gesperrt, das Parken ist dann dort nicht möglich. Der Grund dafür sind Sanierungsarbeiten an der Fassade, die noch in dieser Woche beginnen. Tragende Teile der Metallkonstruktion erhalten neuen Korrosionsschutz, zudem stehen unter anderem Maler- und Schlosserarbeiten an. Die Kosten belaufen sich auf rund 110.000 Euro.

„Es handelt sich um übliche Instandhaltungsmaßnahmen für ein Gebäude, das den Nutzern seit 1994 rund um die Uhr zur Verfügung steht“, sagt Stadtwerke-Vorstand Friedrich Gluth. Der Metallkonstruktion macht insbesondere in den Wintermonaten salzhaltiges Wasser massiv zu schaffen. Um langfristige Schäden zu vermeiden und um die Sicherheit der Parkhaus-Nutzer zu gewährleisten, handeln die Stadtwerke Burglengenfeld (SWB) jetzt. „Wir haben für den aufwändigsten Teil der Arbeiten bewusst einen Termin in der Ferienzeit gewählt, um die Beeinträchtigungen für die Nutzer durch die Vollsperrung so gering wie möglich zu halten“, erklärt Gluth.

Der Auftrag für Planung und Ausschreibung der nötigen Arbeiten ging an den Burglengenfelder Architekten Diplom-Ingenieur (FH) Christian Seidl. Beschlossen hat dies der Verwaltungsrat der Stadtwerke, „dem die Sanierung des Parkhauses ein großes Anliegen ist“, so Gluth. 

Staubwände zum Schutz der Fahrzeuge

Das Gerüst an der Nord-Fassade (in Richtung Neues Stadthaus) steht bereits, der Auftrag dafür ging an die einheimische Firma von Jürgen Wullinger, die später auch die Malerarbeiten übernimmt. Zum Schutz parkender Fahrzeuge werden für die Dauer der Sanierung Staubwände eingezogen. Vorerst werden nur einzelne Teilbereiche des Parkhauses gesperrt, in den anderen Etagen kann jeweils geparkt werden. Dies wird entsprechend beschildert. Anders ist dies dann im August bei der dreiwöchigen Vollsperrung. Wann diese genau beginnt, ist abhängig vom Verlauf der vorhergehenden Arbeiten. Der exakte Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. 

Um vor allem die Stahlteile nachhaltig zu schützen, sind mehrere Schritte nötig. Die Hauptstützen und Teile der Deckenträger werden von der Regensburger Firma Restavem sandgestrahlt, das entfernt den Rost. Bewegliche Stahlbauprofile werden im Werk der Firma behandelt und neu beschichtet. Die ortsfesten Teile werden dreifach beschichtet, erklärt  Diplom-Ingenieur (FH) Josef Hollweck, Leiter des Technik-Referats der SWB. Mit den nun beginnenden Arbeiten finde die Generalüberholung des Parkhauses ihren Abschluss, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich mit verschiedenen Bauabschnitten vorangetrieben worden war. 

Erhalt der Substanz des Gebäudes

Gluth wies darauf hin, dass Dauerparker von den Stadtwerken gesondert angeschrieben werden und nähere Infos erhalten. „Mit der Sanierung des Parkhauses erhalten wir die Substanz des Gebäudes und sorgen dafür, dass den Kunden von Geschäften, Dienstleistern und Betrieben in der Innenstadt weiter eine zentrumsnahe Parkgelegenheit zur Verfügung steht, die so gestaltet ist, dass man sein Fahrzeug dort auch gerne abstellt“, so Gluth. Und: Das Parken bleibt für die Nutzer des Parkhauses auch in Zukunft in der ersten Stunde kostenlos. Jede weitere Stunde kostet nur 50 Cent. 

Als kostenlose Ausweichmöglichkeit während der Vollsperrung steht unter anderem der Parkplatz beim Eislaufplatz zur Verfügung.

Gut zu wissen: Das Parkhaus hat mehr als 280 Stellplätze. Für Langzeit- und Dauerparker bieten die Stadtwerke im Parkhaus Sondertarife an. Davon machen derzeit exakt 219 Nutzer Gebrauch. Dies bedeutet jedoch nicht, dass dauerhaft 219 Plätze besetzt sind. Denn es gibt unterschiedliche Tarife, etwa für 25 oder 50 Stunden pro Woche. Generell betrachtet ist die Auslastung des Parkhauses in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, auch im Bereich des Kurzzeitparkens. Während des Bauern- und Wochenmarktes (donnerstags von 8 bis 12 Uhr) sind an manchen Tagen sämtliche Stellplätze – inklusive des Außenbereichs – komplett belegt.

Beispiele für Sanierungs- und Unterhaltsmaßnahmen am Parkhaus aus der jüngeren Vergangenheit:

2010: Sanierung Nordfassade; Kosten rund 66.000 Euro
2011: Sanierung Südfassade, Fahrbahnbeläge erneuert, neue Stahlbetonteile, neue Brandschutztüren; Kosten rund 81.000 Euro
2013: neues Kassen- und Schrankensystem; Kosten rund 42.000 Euro
2014: Verbreiterung einiger Parkbuchten; Generell sind die Parkplätze im Parkhaus 2,50 Meter breit, damit liegt das Burglengenfelder Parkhaus über dem Durchschnitt anderer Parkhäuser. Zwischen den Auf- und Abfahrten in den einzelnen Ebenen wurden die Parkbuchten neu und breiter markiert.
2015: Beleuchtung: Umrüstung auf moderne LED-Technik (Reduzierung des Energieverbrauchs plus bessere Ausleuchtung); Kosten rund 25.000 Euro.

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