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12.04.2017

Von Burglengenfeld hinaus in die Welt: Ahnenforschung der Familie Zaschka

Peter und Natascha Zaschka im Gespäch mit Stadtarchivar Dr. Thomas Barth (links) – natürlich beim Zaschkahof.

Peter und Natascha Zaschka im Gespäch mit Stadtarchivar Dr. Thomas Barth (links) – natürlich beim Zaschkahof.

Einer der vier Urhöfe in Burglengenfeld ist der Rauscherhof, besser bekannt als der Zaschkahof aus dem 8./9. Jahrhundert. Den heutigen Namen hat der Hof erhalten, weil die Zaschkas ab ca. 1800 den Hof über drei Generationen in Besitz hatten. Mehr als 200 Jahre und sieben Generationen später ist Peter Zaschka aus Peine bei Hannover mit seiner Frau Natascha auf Spurensuche seiner Vorfahren in Burglengenfeld.

Ausgehend von seinem Vater in Gelsenkirchen führte die Forschung überraschenderweise nachweislich in direkter Linie zum Zaschkahof in Burglengenfeld. Die Forschung ist eine spannende Reise von heute in die Vergangenheit. Menschen, die schon lange tot und in Vergessenheit geraten sind, werden so, zumindest in Gedanken, wieder lebendig.

Vom Förster bis zum Naabtal Duo

„Wir hatten schon eine Reihe interessanter Menschen in unserer Familie“, sagt Peter Zaschka. Wie ein roter Faden zieht sich die Bereitschaft, an neuen Orten etwas Neues zu beginnen, durch die Generationen. Ursprung ist Wenzel Zaschka, Revierförster und Zeugknecht zu Wölland, der den Zaschkahof erworben hat. Der einzige Sohn Franz Xaver Zaschka war dann Seifensieder und Magistratsrat in Burglengenfeld. Aus der Familie kamen hervor: Sattlermeister und Ziegeleibesitzer in Kipfenberg, Braumeister in Ponholz bis hin zu Schlagzeuger Hubert Zaschka, Mitbegründer des Original Naabtal Duos

München, Berlin, Hamburg

Es stellte sich heraus, dass die Kinder in den Familien nicht an dem Ort der Väter blieben, sondern sich in alle Winde zerstreuten: Braugehilfe in München, Scherenschneider in Solingen, Bergmann in Penzberg, um ein paar zu nennen. Ein Zaschka zog nach Berlin, war dort Bäcker und heiratete die Schauspielerin Frida Passburg, ging mit ihr nach Hamburg. So ging der Name Zaschka von Burglengenfeld bis in den hohen Norden. 

Mit einer Metzgermeisterswitwe nach Amerika durchgebrannt

Auch weniger erfreuliche Vorfahren gibt es. So zum Beispiel den Sergeanten und Gerichtsvollzieher Anton Zaschka, der im Alter von 43 Jahren sein Amt niederlegte und, obwohl verheiratet, mit einer Metzgermeisterswitwe nach Amerika durchbrannte und sich in Hudson, New Jersey, niederließ, wie Urkunden belegen. Zurzeit forschen Peter und Natascha Zaschka noch geforscht, ob der bekannte Oberingenieur und Erfinder des Faltautos und eines muskelbetriebenen Flugzeuges, aus Freiburg, zur Familie gehört.

Bei der Forschung ist man auf ein wenig Glück und Unterstützung von engagierten Menschen angewiesen. Das Ehepaar sagt: „Wir hatten tatkräftige Unterstützung durch den Archivar von Burglengenfeld, Dr. Thomas Barth, von der Museumsleiterin Dr. Margit Berwing-Wittl, und der Historikerin Dr. Bettina Blessing aus Regensburg. Unsere Bemühungen wären ohne sie sehr schnell im Sande verlaufen.“ Ohne Archive, die das Alte bewahren, könne man nicht aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen.

Kontakt zum Stadtarchiv

Wer zur Ahnenforschung von Peter und Natascha Zaschka etwas Sinnvolles beitragen kann, der darf sich gerne an Stadtarchivar Dr. Thomas Barth wenden, am besten via E-Mail an archivar@burglengenfeld.de.

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