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03.12.2018

Silvester: Thomas Gesche wünscht sich freiwilligen Verzicht aufs Feuerwerk

Feuerwerk über Burglengenfeld: Schön anzusehen, aber für viele Bürgerinnen und Bürger eine Belastung. Foto: Dr. Bernhard Paul

Feuerwerk über Burglengenfeld: Zweifellos schön anzusehen, aber für viele Bürgerinnen und Bürger eine Belastung. Foto: Dr. Bernhard Paul

Für einen freiwilligen Verzicht aufs Silvester-Feuerwerk setzt sich Bürgermeister Thomas Gesche ein. „Es gibt viele gute Gründe, die gegen die Knallerei zum Jahreswechsel sprechen. Ich halte aber nichts von einem generellen Verbot“, sagte Gesche.

Zurzeit ist das Abfeuern von Feuerwerkskörpern an Silvester wieder einmal in aller Munde. Einige Städte diskutieren, ob sie örtliche Verbotszonen einrichten oder zu einem freiwilligen Verzicht aufrufen. Auch in Burglengenfeld hatten sich Bürger an die Stadt gewandt und vorgeschlagen, das Abfeuern von Raketen und Böllern möglichst zu untersagen. 

Kinder und Tiere leiden unter der Lautstärke

„Ich habe großes Verständnis für die Skepsis gegenüber der Silvesterknallerei“, teilt der Bürgermeister mit. An Silvester werden laut Umweltbundesamt rund 5000 Tonnen Feinstaub freigesetzt, was rund 17 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge entspricht. Viele Kinder sowie auch etliche Haus- und Wildtiere litten unter der Lautstärke, ein weiteres Thema seien die häufigen Ruhestörungen vor und nach der Silvesternacht. Eine Gefahr für Leib und Leben könnten auch potenzielle Querschläger sein, insbesondere bei illegal erworbenen Artikeln. Von Feuerwerkskörpern gehe eine latente Brandgefahr aus. „Und ein weiterer Aspekt ist ganz sicher der anfallende Müll“, so Gesche.

Gesche: "Ich bin ganz klar gegen Verbote"

Der Bürgermeister spricht sich dennoch ganz klar gegen Verbote aus: „Wir haben mündige Bürger, die selbst entscheiden können und sollen, was sie an Silvester tun.“ Für den ein oder anderen gehöre eine Rakete an Silvester eventuell einfach dazu. „Ich bin generell gegen eine Politik der Verbote. Und in diesem speziellen Fall wäre ein solches Verbot ohnehin kaum durchzusetzen“, erläuterte Gesche. Ein Silvester-Feuerwerk könne man nicht generell für Burglengenfeld verbieten, allenfalls örtlich beschränkt. Dafür bräuchte man dann allerdings einen handfesten Grund wie etwa  eine zentrale Veranstaltung (Sicherheitsgründe) oder hohe Brandgefahr. Für die Überwachung der Einhaltung des Feuerwerks-Verbots wäre die Polizei zuständig, die aber gerade an Silvester häufig ohnehin alle Hände voll zu tun habe.

Kurzum: Gesche ist klar gegen Verbote, appelliert aber an die Bürgerinnen und Bürger, freiwillig auf Feuerwerk zu verzichten oder es zu reduzieren „und nach Möglichkeit lieber das so gesparte Geld für einen regionalen guten Zweck zu spenden“ oder für die bereits Anfang der 1980er Jahre ins Leben gerufene Aktion „Brot statt Böller“. Diese teilt mit: Allein in Deutschland würden zu Silvester mehr als 100 Millionen Euro für Feuerwerk ausgegeben.

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