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10.04.2019

Große Unterstützung für die Belegschaft der Hansa

Ludwig Schoyerer, Vorsitzender des Hansa-Betriebsrats, übte harsche Kritik am Oras-Management. Foto: Michael Hitzek

Ludwig Schoyerer, Vorsitzender des Hansa-Betriebsrats, übte harsche Kritik am Oras-Management. Fotos: Michael Hitzek

Deutliches Zeichen der Solidarität mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hansa: Rund 700 Menschen haben am Samstag auf dem Marktplatz gegen die Pläne der finnischen Oras-Group zur Schließung des Burglengenfelder Armaturenwerks demonstriert.

Die Hansa-Beschäftigten können in ihrem Bemühen, die angekündigte Schließung des Werkes zu verhindern, auf breite Unterstützung bauen. Das machte die große Zahl an Demonstranten deutlich. Neben Vertretern der IG Metall und des Deutschen Gewerkschaftsbunds waren zahlreiche Lokalpolitiker aus der Region und Mitglieder aller Fraktionen des Burglengenfelder Stadtrats auf den Marktplatz gekommen. Auch Betriebsräte und Vertrauensleute anderer Unternehmen aus der ganzen Oberpfalz ergriffen das Wort pro Hansa und für die Sicherung von 170 Arbeitsplätzen.

Betriebsrat Bernhard Herrmann verlas einen Brief von Thomas Gesche, in dem der Bürgermeister Solidarität bekundete und betonte: "Die Hansa-Mitarbeiter in Burglengenfeld haben stets alles gegeben und gute Arbeit geleistet, sie sind nicht der Grund für diese harte und wenig soziale Entscheidung der Standortschließung."

"Die Kirche hält nicht den Mund"

Ludwig Schoyerer, Vorsitzender des Hansa-Betriebsrats, übte harsche Kritik am Oras-Management und war ihm Fehler in der strategischen Planung vor. Besonders deutliche Worte fand der Teublitzer Pfarrer Michael Hirmer, der sich direkt an die Hansa-Mitarbeiter wandte: „Die Kirche steht an eurer Seite! Wir Pfarrern, egal ob evangelisch oder katholisch, sind heute hier! Weil ihr uns wichtig seid! Ja, die Kirche steht an eurer Seite! Die Kirche hält nicht den Mund, wenn Existenzen zerstört werden. Die Kirche kann nicht schweigen, wenn eine Lebensleistung am Ende kaputt gemacht wird. Die Kirche ist nicht still, wenn der Kapitalismus die Menschlichkeit besiegt.“

Einen ausführlichen Bericht der Mittelbayerischen Zeitung lesen Sie hier.

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