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06.06.2019

Stadtführung „Leben am Fluss“ mit Einkehr im historischen Bierkeller

Stephanie Meßmann und Alexander Spitzer bereichern die Stadtführung mit ihren szenischen Darstellungen. Foto: Stefan Barte

Stephanie Meßmann und Alexander Spitzer bereichern die Stadtführung mit ihren szenischen Darstellungen. Foto: Stefan Barte

„Leben am Fluss“ ist das Motto einer Stadtführung mit Gerhard Schneeberger sowie den Schauspielern Alexander Spitzer und Stephanie Meßmann. Termin ist am Sonntag, 7. Juli, um 15 Uhr. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Offenbar haben Stadtführer Gerhard Schneeberger und seine Mitstreiter mit dem Thema „Leben am Fluss“ den Geschmack der Bevölkerung getroffen: Die Premiere im vergangenen Sommer war ein durchschlagender Erfolg, da die Führung in kürzester Zeit ausgebucht war und im Nachklang die Gäste die Führung auch als gelungene Veranstaltung lobten. Das mag daran liegen, dass im Anschluss an die Führung eine zünftige Einkehr in einem der historischen Bierkeller an der Naab mit Musik und Gesang, deftigen Schmankerln und selbst gebrautem Bier auf dem Programm steht.

Die Naab als Lebensader

Vorher aber erfahren die Teilnehmer von Gerhard Schneeberger viel über den Fluss Naab und warum Städte früher oft an Flüssen gegründet wurden. Die Naab war für die damalige Bevölkerung eine Lebensader. Sie diente als Transport-  und Handelsweg, als Nahrungsgeber (Fischerei), zur Energiegewinnung in den Mühlen, als Waschplatz für die Frauen, zur Eisgewinnung, zum Kühlen der Bierkeller, sie lieferte Wasser für die Gerber und Färber und noch vieles mehr. 

Der Fluss barg aber auch Risiken bei Überschwemmungen oder Eisstößen und war Träger von Krankheitserregern, da früher in der Naab auch Abwässer, Schlachtabfälle und dergleichen entsorgt wurden. Weiteres Thema der Führung ist die Wasserversorgung der Burglengenfelder Bevölkerung in früherer Zeit – von den ersten Brunnenanlagen auf der Burg, im Almenhof und im Kloster bis zur ersten funktionierenden Wasserversorgung am Stadtbrunnen im Jahre 1859.

Blick auf die Brautradition

Die Brautradition steht ebenfalls im Zusammenhang mit der Naab. Wurden doch jedes Jahr im Winter aus der zugefrorenen Naab Eisblöcke gesägt und mit Fuhrwerken in die Keller gebracht, damit die Temperatur des Kellers für das untergärige Bier im Sommer nicht über neun Grad stieg. Thema der neuen Stadtführung ist außerdem die Entwicklung der Naabbrücke, mit der Geschichte der Entdeckung von scharfen Stielgranaten aus dem 2. Weltkrieg beim Abbruch der alten Betonbrücke im Jahre 1975. 

Sieben szenische Darstellungen

Die Ausführungen des Stadtführers werden bereichert von sieben szenischen Darstellungen von Alexander Spitzer und Stephanie Meßmann. Nach der Führung haben die Gäste die Möglichkeit, das kleine Biermuseum in der Kellergasse kostenlos zu besichtigen, bevor der Sonntagnachmittag mit einer süffigen Halbe Zoiglbier bei zünftiger Musik auf der Steirischen Harmonika im Bierkeller ausklingt. Gerhard Schneeberger lädt die Gäste ein zum Mitsingen alter Wirtshauslieder. Der Unkostenbeitrag für die Erlebnisführung (inklusive Musikbeitrag) beträgt acht Euro pro Person.

Anmeldungen sind möglich bei Gerhard Schneeberger, Tel. (09471) 70 18 28, oder per E-Mail an gerhard.schneeberger@burglengenfeld.de.

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