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27.07.2020

Ein Jahr Kleiderkammer am neuen Standort

Selbst Abendmode gibt es in der Kleiderkammer. Liebevoll verwaltet werden die Waren von Daniela Balkie (v.l) und ihrem Team, bestehend aus Inge Weiß, Helga Wiecke und Susanne Caputo mit „Wachhund“ Flockie.

Selbst Abendmode gibt es in der Kleiderkammer. Liebevoll verwaltet werden die Waren von Daniela Balkie (v.l) und ihrem Team, bestehend aus Inge Weiß, Helga Wiecke und Susanne Caputo mit „Wachhund“ Flockie.

„Ein Ehrenamt, das durchweg Freude macht“, ist die Bilanz von Daniela Balkie, Leiterin der Kleiderkammer im Städtedreieck. Vor rund einem Jahr ist die Einrichtung aus Teublitz in die Berggasse 3 nach Burglengenfeld umgezogen. Seitdem hat sich dort so Einiges getan. Ein engagiertes Team aus vier Frauen und weiteren helfenden Händen sorgt beständig dafür, dass Besucher und Kunden sich dort fast wie im Modegeschäft fühlen. 

„Wir stehen für jeden Besucher offen“, sagt Leiterin Balkie, „Bedürftigkeit wird  nicht geprüft“. Viele Kunden hätten aus diesem Grund Berührungsängste gehabt, die Kleiderkammer aufzusuchen. „Diese Zweifel konnten mein Team und ich erfolgreich zerstreuen“. Natürlich stehe der soziale Gedanke bei der Kleiderkammer stets mit im Vordergrund. Doch anders als beispielsweise bei der Tafel braucht niemand dort einen Berechtigungsschein vorzeigen.  Jeder der kommt, kann dort auch einkaufen. „Im Moment haben wir zu den Öffnungszeiten nur etwas Wartezeit wegen coronabedingter Einlassbeschränkungen“, ergänzt Balkie. Nach telefonischer Vereinbarung könne man daher in dringenden Fällen auch mit Termin außerhalb der Öffnungszeiten kommen, zum Beispiel nach Wohnungsauflösungen.     

„Man spürt ein steigendes Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit in Sachen Mode“, ergänzt Susanne Caputo, Mitarbeiterin der Kleiderkammer. Gut erhaltene und saubere Kleidung werde angenommen, nach Größen und Saisonware sortiert, bei Bedarf aufgebügelt und für „kleines Geld“ zu Preisen zwischen zwei Euro und 50 Cent weiterverkauft. Die Nachfrage steigt. Tatsächlich, so Caputo, habe man überwiegend Markenware an den Kleiderständern hängen, manches Mal sogar Neuware mit dem originalen Preisetikett. „Das lassen wir bewusst dran“, sagt Caputo, „da unsere Kunden oft selbst nicht glauben können, was man bei uns bekommen kann. 

Umfassend ist das Angebot vor Ort. Von Babykleidung ab Geburt über Schuhe, Sportkleidung oder große Größen ist für jeden Geschmack etwas dabei, sogar Accessoires wie Handtaschen oder Modeschmuck sind mittlerweile vorhanden. „Kürzlich haben wir einen Kunden mit einem eleganten Herrenanzug ausstatten können“, freut sich Caputo. Sehr lange liege die Ware übrigens nicht im Regal. „Wir achten drauf, dass keine Ladenhüter entstehen und nehmen Artikel, die gar nicht gehen, aus dem Regal“. Bald stelle man die aktuelle Sommerware auf Herbst/Winter um. Was viele nicht wissen: Auch Brettspiele, Puzzles sowie Kinderwägen oder Schultaschen gibt es in der Kleiderkammer zu kaufen. 

Artikel, die schlecht erhalten oder aus modischer Sicht kaum tragbar sind, kommen in der Regel gar nicht erst in den Verkauf. „Hier haben wir zum BRK gute Kontakte“, so die Leiterin der Kleiderkammer, „welche uns diese Kleidung dann abnimmt“. Auch sonst ist der Draht zu sozialen Einrichtungen sehr groß. Für das Frauenhaus hält die Kleiderkammer zum Beispiel immer eine Erstaustattung bereit, aber auch Kindergärten oder Seniorenheime fragen nach Ersatzwäsche, welche die vier Frauen vor Ort dann mit viel Hingabe zusammenstellen. Und über (nicht mehr ganz so schöne) Bettwäsche und Decken freuen sich Einrichtungen der Tierhilfe besonders. Eine Bitte hat Balkie dennoch: Im steten Wechsel aus Sortieren, Zwischenlagern oder Versenden würden laufend Umzugskartons gebraucht, Spenden nähme die Kleiderkammer gerne an. 

Kontakt: Kleiderkammer im Städtedreieck, Daniela Balkie, 0151/ 19 41 25 00; Susanne Caputo 0173/ 37 18 371 

Öffnungszeiten jeweils dienstags von 14 bis 16 Uhr und mittwochs von 9 bis 11 Uhr.

Annahme: Jeweils der letzte Samstag im Monat von 9 bis 12 Uhr, angenommen werden Kleidung, Schuhe, Taschen, Spielwaren. Nicht angenommen werden sperrige Gegenstände, hier bittet Daniela Balkie um ein Foto des Artikels für die Pinnwand in den Verkaufsräumen 

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