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11.11.2020

Gemälde im Rathaus erzählt ein Stück Heimatgeschichte

Das Gemälde „Blick auf den Burgberg in Burglengenfeld“ von Rudolf Fischer (Ausschnitt) ist nun im Rathaus zu sehen.

Das Gemälde „Blick auf den Burgberg in Burglengenfeld“ von Rudolf Fischer (Ausschnitt) ist nun im Rathaus zu sehen.

Was hat das frühere Eisenwerk Maximilianshütte mit dem Burgberg zu tun? Und Salzgitter mit Burglengenfeld? Ein Stück Heimatgeschichte erzählt ein Gemälde, das jetzt im Rathaus zu sehen ist.

Im Jahr 1970 errichtete die damalige Maximilianshütte in Salzgitter, Niedersachsen, eine Bandverzinkungsanlage und bot einer Reihe von Mitarbeitern aus dem Werk Haidhof an, dort eine neue Beschäftigung zu übernehmen. In einer Versammlung in der damaligen Hüttenschänke in Maxhütte-Haidhof wurden die Mitarbeiter und ihre Familien über die Möglichkeiten im fernen Norddeutschland informiert. 

So entschloss sich unter anderem auch der aus Burglengenfeld stammende Industriemeister Hans Still mit seiner Frau Erika und der Familie nach Salzgitter zu gehen. Weitere Mitarbeiter mit ihren Familien aus dem Städtedreieck folgten. So entstand ein Band von der Oberpfalz nach Niedersachsen.

Eine Schallplatte als Vorlage für den Künstler

Der fremde Norden wurde für Hans und Erika Still jedoch nie wirklich zu einer neuen Heimat, die Sehnsucht nach der Oberpfalz blieb. Um der Heimat ein Stück näher zu sein, beauftragen sie beim Maler Rudolf Fischer (*03.07.1917, + 07.12.1993 in Burglengenfeld) ein Gemälde der Burg. Als Vorlage diente die Hülle einer Schallplatte des Werksorchesters der Maxhütte. 

Mit dem Gang in den vorzeitigen Ruhestand kehrten Hans und Erika Still Ende der 1980er Jahre wieder heim in die Oberpfalz, nach Burglengenfeld. Das Gemälde reiste mit. Auf dem Friedhof in Burglengenfeld haben Erika und Hans Still ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Geschenk von Peter und Gabriele Still für die Stadt

Dass Rudolf Fischers Gemälde „Blick auf den Burgberg in Burglengenfeld“ nun öffentlich im Rathaus zu sehen ist, sobald die Corona-Beschränkungen wieder vorbei sind, das ist Peter Still, dem Sohn von Hans und Erika Still, sowie seiner Ehefrau Gabriele zu verdanken. Sie schenkten der Stadt das Bild, das nicht nur schön anzusehen ist, sondern eben auch ein bewegendes Stück Heimatgeschichte erzählt. Das Gemälde ist zu sehen im historischen Teil des Rathauses, gegenüber vom Trauzimmer.

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