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13.09.2021

Welturaufführung: „A Prayer for Peace – ein Oratorium für Chor, Solisten und Band“

Das renommierte Vokalensemble „Stimmgold“ übernimmt bei der Uraufführung von Hubert Zaindls Oratorium „A Prayer for Peace“ den Chorpart.

Das renommierte Vokalensemble „Stimmgold“ übernimmt bei der Uraufführung von Hubert Zaindls Oratorium „A Prayer for Peace“ den Chorpart.

Welturaufführung: „A Prayer for Peace – ein Oratorium für Chor, Solisten und Band“ ist am Sonntag, 17. Oktober 2021, erstmals öffentlich zu hören. Und es ist nicht irgendein Werk. Kirchenmusiker Hubert Zaindl hat es komponiert als Masterarbeit im Studiengang Neue geistliche Musik an der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik in Regensburg.

Zaindl war schon immer für Überraschungen gut. Und als im Wintersemester 2019/2020 in Regensburg der neue Studiengang an den Start ging, dachte sich der 46-Jährige: „Sich weiterbilden, sich weiterqualifizieren, das schadet nie.“ Und so wurde aus dem etablierten Kirchenmusiker wieder ein Student – parallel zu seinen beruflichen Aufgaben in der Pfarrei St. Vitus.

Ein Faible fürs neue geistliche Lied hat Hubert Zaindl ohnehin. Und renommierte Dozenten wie Gerwin Eisenhauer (Schlagwerk, Rhythmik), Franz Prechtl (Klavier und Popularmusik) und Steffi Denk (Gesang) sowie der bundesweit bekannte Produzent, Komponist und Arrangeur Dieter Falk machten die Entscheidung fürs zweite Studium leicht. „Es hat sich gelohnt. Ich kann das Kolleginnen und Kollegen nur empfehlen“, bilanziert Zaindl.

Zum Abschluss als Masterarbeit also ein Oratorium zum Thema Frieden. Corona allüberall: Als der Kirchenmusiker vor gut einem Jahr mit dem Komponieren begann, musste er dabei die Pandemie berücksichtigen: „Aufgrund der unsicheren Corona-Lage erschien mir eine kleinere Besetzung sinnvoll. Schließlich ist die Aufführung Teil der Masterarbeit“, sagt Zaindl. Also kein großes Orchester, kein großer Chor. Aber wer in die vorab produzierten Demos hineinlauschen darf, der stellt schnell fest: Der Wirkung des Werks tut das keinen Abbruch.

Gut eine Stunde dauert das Oratorium, das sich in zehn Teile aufgliedert und eine 160 Seiten starke Partitur hat. Neben den klassischen Ordinariumstexten (Kyrie, Gloria, Sanctus, Benedictus, Agnus Dei) hat Zaindl verschiedene Gedichte und Texte zum Thema Frieden eingearbeitet, etwa von John Oxenham, Henry Vaughan und Franz von Assisi, und sie vertont.

Zur Musik seines Oratoriums schreibt Zaindl selbst im Konzept: „Eine zeitgemäße, neoklassische Musiksprache mit Wurzeln in der klassischen Musikhistorie, gemischt mit Bausteinen aus dem Minimalbereich und symphonisch-filmmusikalischen Elementen soll dabei Verwendung finden. Ziel ist ein Werk mit meditativen, melodiösen und rhythmisch mitreißenden Sätzen.“

Ziel erreicht, möchte man als Hörer der Demos sagen. „Oh Lord, make us instruments of your peace!“: Der atmosphärisch dichte Beginn ist mehr als der sprichwörtliche fromme Wunsch, vielmehr beinahe ein Flehen. Vertraute Klänge aus der Kirchenmusik knüpft Zaindl scheinbar mühelos zusammen mit Anlehnungen an symphonische Musik und elegische Filmmusik. Und an den durchaus vorhandenen fetzigen Stellen kommt nicht nur Pop-Musik zum Vorschein, sondern auch ein bisschen „Jesus Christ Superstar“. Man merkt: Zaindl hat in den vergangenen Jahren schon ein paar Musicals komponiert. Und Kompositionswettbewerbe gewonnen.

So kam der Kontakt zustande zum sechsköpfigen Vokalensemble „Stimmgold“ (gemischtes Sextett), das bei der Uraufführung des Oratoriums den Chorpart übernimmt. Solisten sind Sabine Scherer und Martin Strasser. Weitere Mitwirkende sind Anna Maria Hübner (Violine), Yiliam Lopez (Blockflöte), Markus Fritsch (E-Bass), Marianne Zaindl und Maximilian Gutsmiedel (beide Keyboards) sowie Max Seelos und Michael Buckley (beide Percussion). Hubert Zaindl hat die Leitung und sitzt am Piano.
„Ich bin froh, dass ich so hochkarätige Musikerinnen und Musiker für die Uraufführung des Oratoriums gewinnen konnte“, sagt Zaindl. Und er macht keinen Hehl daraus, dass er mit einer Mischung aus Anspannung und Vorfreude der Premiere entgegenblickt: „Das ist das größte Werk, das ich bisher geschrieben habe. Ich habe da viel Liebe und Energie reingesteckt.“ Keine schlechten Voraussetzungen für eine Welturaufführung, die sicher viele Zuhörerinnen und Zuhörer verdient hat.

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