• Kahn im Naabtal bei Burglengenfeld
  • Burglengenfelder Bürgerfest
  • Bulmare - Das Wohlfühlbad
01.09.2021

Anpassung der Gebühren im städtischen Kindergarten

Außengelände des Josefine- und Louise-Haas-Kindergartens

Außengelände des Josefine- und Louise-Haas-Kindergartens

Folgender Beschluss der Stadtratssitzung vom 27. Juli wurde in letzter Zeit desöfteren diskutiert und die Stadt erreichten hierzu einige Nachfragen.

Der Stadtrat stimmt der Anpassung der Elternbeiträge für die Betreuungszeiten im städtischen Josefine- und Louise-Haas-Kindergarten zu.

Ab 01.01.2022 des Kindergartenjahres 2021/2022 gilt die nachstehend aufgeführte Entgelttabelle:

4-5 Std. = 100,00 €
5-6 Std. = 120,00 €
6-7 Std. = 140,00 €
7-8 Std. = 160,00 €
8-9 Std. = 180,00 €
9-10 Std. = 200,00 €

Ergebnis: 11:10, damit beschlossen

Deshalb ist es Bürgermeister Gesche ein besonderes Anliegen, den Grund für die Änderung und die nach wie vor sehr familienfreundliche Politik zu erklären.

“Zuerst muss man eines klarstellen: Die Betreuungszeit von 4-5 Stunden täglich ist und bleibt in unseren Einrichtungen weiterhin kostenlos”, so der Bürgermeister. Das hat folgenden Hintergrund - der Freistaat Bayern gewährt Eltern mit Kindergartenkindern einen Beitragszuschuss von 100 Euro im Monat. In der Beschlussvorlage sei dies aufgrund der korrekten Abrechnung nach den Regularien des BayKiBiG nicht abgebildet, darum entstehe zuerst der Trugschluss, die Beiträge seien ohne Not verdoppelt worden. Im Stadtgebiet von Burglengenfeld gibt es insgesamt sechs Kindergärten, von denen vor dem Stadtratsbeschluss drei bereits Gebühren ähnlich der Gebühren nach jetziger Beschlussfassung erhoben haben. Dies hat teilweise zu einem Ungleichgewicht und Unmut bei Eltern und Trägern geführt. Um dies zu harmonisieren und auch die Konkurrenzsituation zu vermeiden, hat sich die Stadt mit allen Trägern kurz geschlossen, um als Ergebnis eine weitgehend einheitliche Struktur der Kindergartenbeiträge in Burglengenfeld zu erzielen. Auch der AWO-Kindergarten und der Kindergarten Don Bosco berücksichtigen nun aktuelle Zuschusssituation durch den Freistaat und haben ihre Beiträge angepasst. Konkret bedeutet das: Im ganzen Stadtgebiet bezahlt man nun (gerundet) etwa denselben Betrag.

In den letzten Jahren war eine kontinuierliche Erhöhung der Ausgaben in allen Kinderbetreuungs-einrichtungen zu verzeichnen. Dies ist unter anderem auf eine Erhöhung des Personaleinsatzes zurückzuführen, da die gesetzlichen Vorschriften die Anforderung an die Betreuung immer weiter erhöht haben. Auch die Qualität im Hinblick auf frühkindliche Bildung ist gestiegen, ohne das Eltern mit zusätz-lichen Gebühren belastet worden wären. Um das Verständnis bei den Eltern zu verbessern, muss auch der Vollständigkeit wegen erwähnt werden, dass selbst diese Gebühren nur einen Bruchteil der tatsächlichen Kosten abdecken und Stadt und Freistaat hier das Defizit schultern.

Die höchsten Kosten von 100 Euro pro Monat entstehen nach neuer Gebührenordnung im so genannten “Extremfall”, das bedeutet eine Betreuung von 9 bis 10 Stunden täglich. “Wenn man diesen Fall betrachtet, sind das pro Betreuungsstunde gerade einmal 50 Cent an Mehrbelastung - und das bei kompetenter pädogischer Begleitung, welche die Einrichtungen stets gewährleisten”, so der Bürgermeister.

Gesche sagt: “Überspitzt ist es so, dass es in den meisten Innenstädten teurer ist, sein Auto für eine Stunde zu parken, also bei uns eine hochwertige Betreuungsstunde durch qualifiziertes Fachpersonal zu erhalten.”

Auch will der Bürgermeister sich familienfreundlich verstanden wissen. “Selbstverständlich wurde in diesen sensiblen Bereich beraten, was an Kosten für Eltern, auch im Hinblick auf Geringverdiener und Alleinerziehende, zumutbar ist”. Der bereits geschilderte Extremfall mit 100 Euro pro Monat werde aber in finanziell prekären Härtefällen (auch bereits bei geringerer Gebührenlast) von Seiten der wirt-schaftlichen Jugendhilfe über das Jugendamt übernommen.

Der überwiegende Teil betreuter Kinder mit zwei berufstätigen Eltern zahle zwischen 20 und 40 Euro pro Monat. “Das ist zumutbar”, so Gesche.

<- zurück