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15.02.2017

ISEK: Bürger geben der Stadt die Gesamtnote 1,7

Die Altstadt ist das Burglengenfelder Identitätsmerkmal schlechthin, sie sei mit ihrem positiven Erscheinungsbild ein „Markenzeichen für die ganze Stadt“. Das sagen rund 80 Prozent der im Zuge des ISEK-Prozesses befragten Bürgerinnen und Bürger.

Die Altstadt ist das Burglengenfelder Identitätsmerkmal schlechthin, sie sei mit ihrem positiven Erscheinungsbild ein „Markenzeichen für die ganze Stadt“. Das sagen rund 80 Prozent der im Zuge des ISEK-Prozesses befragten Bürgerinnen und Bürger.

2082 Lengfelder wurden Ende 2016 befragt. Jetzt steht das Ergebnis fest: In der Gesamtbetrachtung aller abgefragten Themenblöcke gaben die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Burglengenfeld die Schulnote 1,7. Das teilte Dr. Robert Leiner von der mit der Bürgerbefragung beaufragten iq-Projektgesellschaft aus München mit. Nach Aussage der Fachleute ist dies ein außerordentlich gutes Ergebnis, das nur selten erreicht wird.

Die Bürgerbefragung war Teil der vom Stadtrat beschlossenen Erstellung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK). Städtebau, Tourismus, Bildung, Soziales, Handel und Wirtschaft: Wie soll sich Burglengenfeld in den nächsten zehn bis 15 Jahren entwickeln? Antworten auf diese Frage soll das ISEK liefern. Das Konzept ist unter anderem zwingende Voraussetzung für die Gewährung von Zuschüssen und Fördermitteln an die Stadt – etwa durch die Regierung der Oberpfalz – im Rahmen der Städtebauförderung.

Hohe Rücklaufquote der Fragebögen

Für die Bürgerbefragung wurden, wie in der Lenkungsgruppe festgelegt, ab dem 24. Oktober 2016 Fragebögen an 2082 Bürgerinnen und Bürger zwischen 14 und 99 Jahren verschickt, die nach dem Zufallsprinzip von der iq-Projektgesellschaft ausgewählt worden waren. Bis zum 10. November 2016 konnten die Fragebögen ausgefüllt zurückgesandt werden. 

Der Rücklauf von 846 Fragebögen ist nach Aussage des vom Stadtrat mit der ISEK-Erstellung beauftragten Büros „SHL Architekten und Stadtplaner“ aus Weiden als hoch einzustufen; die hohe Rücklaufquote gewährleiste „eine repräsentative, subjektive Bewertung der verschiedenen Aspekte für das ISEK der Stadt Burglengenfeld“. Die Befragung zeigte u.a., dass 78 Prozent der Burglengenfelder in ihrer Stadt einkaufen, was „eine sehr, sehr hohe Zahl“ ist, so Dr. Emil Lehner vom Büro SHL in der Januar-Sitzung des Stadtrats. Die Kaufkraftbindung am Ort sei sehr hoch. 

"Von einer reinen Schlafstadt weit entfernt"

80 Prozent der Befragten halten die Stadtgestalt für positiv; 79 Prozent die Lebensqualität in den einzelnen Stadtteilen. Von einer reinen Schlafstadt sei Burglengenfeld damit weit entfernt, so Dr. Lehner. 

Verbesserungs- und Handlungsbedarf gibt es natürlich dennoch. Die Bürgerinnen und Bürger sehen diese in den Bereichen Verkehr/Parken (8 Prozent), schnelles Internet (4 Prozent), Wohnen/Haus/Freiflächen (3 Prozent), Wohnumfeld sowie Wohnraum, Bauland, Mieten (jeweils 2 Prozent) und Öffentlicher Nahverkehr/Anbindung sowie Nahversorgung (1 Prozent). 

Die nächsten Schritte auf dem Weg zum ISEK

Die Ergebnisse der Befragung stellen die Grundlage für weitere Verfahrensschritte und Diskussionen dar. Sie werden laut Beschluss der Lenkungsgruppe vom Büro SHL im Detail aufbereitet und ausgewertet. Dies bedeutet, dass die äußerst erfreulichen Ergebnisse der Bürgerbefragung nun ergänzt werden mit wissenschaftlichen und empirischen Erkenntnissen der Fachplaner. Es soll ein Zukunftsbild von Burglengenfeld in Bereichen wie u.a. Wohnen, Einkaufen, Arbeiten, Soziales, Verkehr entwickelt werden. 

Ist diese Arbeit abgeschlossen, ist zunächst wieder die Lenkungsgruppe am Zug. Sitzungen sind bereits terminiert für Februar, März und April. Im Mai ist dann ein Bürgerworkshop vorgesehen, bei dem die Ergebnisse der Beratungen in der Lenkungsgruppe mit der Bevölkerung diskutiert und im Dialog bewertet werden. 

Danach folgt die Fachstelleninformation, bevor die Lenkungsgruppe (voraussichtlich ebenfalls im Mai) konkrete Empfehlungen  an den Stadtrat formuliert. Danach ist wieder eine umfassende Bürgerinformation vorgesehen. Zugegeben: Das ist ein straffer, ehrgeiziger Zeitplan. Aber wenn alles wie geplant läuft, könnte der Stadtrat noch vor der Sommerpause über das ISEK entscheiden.

Bürgermeister Thomas Gesche dankte allen Bürgerinnen und Bürgern, die an der Befragung teilgenommen haben.

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