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16.09.2020

Frauen bauen: Richtfest beim "Waldwohnen für Generationen“ am Hirtberg

Burglengenfelds 2. Bürgermeister Josef Gruber (l.) gratulierte zum Richtfest, Bauträgerin Eveline Radulovic dankte Vorbesitzerin Franziska Weigl, Zimmerermeisterin Christina Dürr und dem Architekten Karl Hanke (v.l.).

Burglengenfelds 2. Bürgermeister Josef Gruber (l.) gratulierte zum Richtfest, Bauträgerin Eveline Radulovic dankte Vorbesitzerin Franziska Weigl, Zimmerermeisterin Christina Dürr und dem Architekten Karl Hanke (v.l.).

Mit Handwerkern, zukünftigen Bewohnern, Nachbarn, Planern, Finanzierern und Maklern folgten rund 50 Personen der Einladung der Waldwohnen für Generationen GmbH zum Richtfest Am Hirtberg 5 a-d. Auch Burglengenfelds 2. Bürgermeister Josef Gruber gratulierte zum ersten Bauabschnitt.

Für Burglengenfelds Stadtspitze war es ein außergewöhnlicher Termin. Kaum jemand  feiere heute noch Richtfest, sagte Josef Gruber: „Es wird einfach durchgebaut und man bedenkt gar nicht mehr, dass es denjenigen zu danken gilt, die jeden Stein einmal in der Hand hatten.“ Burglengenfelds 2. Bürgermeister nutzte die Gelegenheit über das Bauen aus der Perspektive der Stadt zu sprechen und warb für die Balance zwischen Umweltschutz und modernem Bauen. 

Bauträgerin baut auch für sich

Diese Balance zwischen urbanem Wohnen und Grün war für die Geschäftsführerin der Waldwohnen für Generationen GmbH Eveline Radulovic die Voraussetzung für ihr Engagement als Bauträgerin: „Ich bin aus sehr eigennützigen Motiven heraus die Geschäftsführerin der ‚Waldwohnen für Generationen GmbH’ und damit Bauträgerin geworden.“ – Sie selbst wird mit ihrem Mann, dem Projektleiter des Generalunternehmens Max Basel Projektentwicklung GmbH Branislav Radulovic und ihren beiden Kindern an den Hirtberg ziehen. In ihrer Rede dankte sie allen, die am Gelingen des Wohnbauprojekts beteiligt waren und in Zukunft noch beteiligt sein werden. Besonders dankte sie allen Handwerkern sowie Franziska Weigl – Vorbesitzerin, Nachbarin und zukünftige Bewohnerin.

Sie hatte das Projekt mit Tochter Julia Weigl-Wagner und dem Regensburger Architekten Karl Hanke in enger Abstimmung mit Stadtbaumeister Franz Haneder entwickelt und das 4.000 Quadratmeter große Grundstück mit Genehmigungsplanung verkauft, heißt es in einer Pressemitteilung.

Gutes Beispiel für Nachverdichtung

Architekt Karl Hanke, seit 1983 selbständiger Architekt, nannte die Zusammenarbeit mit drei Frauen ein Novum in seiner Karriere. Bis zum Verkauf plante er mit Franziska Weigl und ihrer Tochter, jetzt mit Eveline Radulovic. „Ich komme gut damit zurecht“, sagte er und skizzierte den Werdegang des Projekts seit Anfang 2018. „Waldwohnen für Generationen“ nannte er ein gutes Beispiel für Nachverdichtung. – Zu den drei Bauherrinnen gesellte sich schließlich noch eine Zimmerfrau. In ihrem Richtspruch erinnerte Christina Dürr, Meisterin des Zimmereibetriebs Dürr, wie vorher bereits der Bürgermeister an die Handwerkerschaft: „Ohne Handwerker würd’s keine Bauten geben, drum lassen wir sie jetzt kräftig leben.“ 

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