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11.01.2021

Trügerisches Eis auf Seen und Flüssen: Bitte nicht betreten

Die Eisflächen auf Gewässern im Landkreis sind noch nicht ausreichend tragfähig, warnt die Wasserwacht.

Die Eisflächen auf Gewässern im Landkreis sind noch nicht ausreichend tragfähig, warnt die Wasserwacht.

Minus acht Grad am Morgen, zugefrorene Seen, drumherum Schnee: Eine Winteridylle auf den ersten Blick. Doch Eisflächen sind aktuell sehr trügerisch. Die Temperaturen der letzten Tage um den Gefrierpunkt haben leider nicht dazu geführt, dass sich auf den Seen ausreichend dicke Eisflächen bilden konnten. Die leichte Schneeauflage auf den Eisschichten hat dazu wie eine Isolierschicht gewirkt, so dass die deutlichen Minusgrade der letzten Nächte nur teilweise auch im Eis angekommen sind.

Strömungen und Quellen sorgen zudem von unten für unsichtbare Stellen brüchigen Eises. Was also von oben stabil und einladend erscheint, kann von unten unsichtbare und lebensgefährliche Gefahren bergen. Deshalb rät auch Wolfgang Dantl, Vorsitzender der Kreis-Wasserwacht im Landkreis Schwandorf, aktuell dringend vom Betreten der Eisflächen ab. Lediglich bei überfluteten Wiesen wie beispielsweise beim Eislaufplatz in Burglengenfeld, wo das Wasser nur wenige Zentimeter tief sei, ist die Einbruchgefahr nicht ganz so dramatisch, weil man sich dort maximal nasse Füße holen kann.

Eine absolute „No-Go-Area“ seien zugefrorene Flüsse. Wer hier einbricht wird von der Strömung sofort unters Eis gezogen. Dantl erinnert sich: "Wer -wie ich- mal am eigenen Leib gespürt hat, welche Kräfte da plötzlich wirken, der weiß, wie irrsinnig das Herumlaufen auf zugefrorenen Flüssen ist. Ich war bei einer Übung vor einigen Jahren heilfroh, dass ich mit zwei Leinen gesichert war. Alleine hätte ich es vermutlich nicht mehr geschafft, obwohl ich Neoprenanzug und Schutzausrüstung getragen habe! Deshalb unsere Bitte an alle: Wartet noch ein paar Tage strengen Frost ab, bevor ihr euch aufs Eis wagt."

Quelle: Kreis-Wasserwacht Schwandorf 

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